„Warum sollte irgendjemand in Detroit Urlaub machen?“ Mit dieser skeptischen Frage reagierte die Schwiegermutter einer Reiseautorin, als diese 2013 gemeinsam mit ihrem Mann ein Haus in der Stadt kaufte. Zwölf Jahre später hält die Autorin die Frage für überholt: In ihrem Bericht für Condé Nast Traveler beschreibt sie eine Innenstadt, in der lange verlassene historische Gebäude restauriert und als Hotels genutzt werden. Architektur, Musik, Kunst sowie die Gastronomie zögen inzwischen Reisende an. Als besonders praktische Basis empfiehlt sie das gut zu Fuß erschließbare Downtown Detroit.
- Die Autorin besuchte Detroit erstmals 2013 und kaufte dort anschließend mit ihrem Mann ein Haus zur Renovierung.
- Mehrere ehemals verlassene historische Gebäude in Downtown werden inzwischen als Hotels genutzt.
- Alle in dem Bericht aufgeführten Hotels heißen Hunde willkommen.
- Für Ausblicke über die Stadt werden unter anderem Element, David Whitney, Roost und Siren genannt.
Die damalige Reaktion ihrer Schwiegermutter stand nach Darstellung der Autorin für ein verbreitetes Bild der Stadt. Sie erinnert sich an breite, nahezu leere Straßen sowie an einst repräsentative Gebäude und Hochhäuser, die verfielen oder ausgebrannt waren. Gleichzeitig habe sie bereits damals Anzeichen eines Wandels wahrgenommen – getragen sowohl von Initiativen aus der Stadtgesellschaft als auch von finanzstarken Entwicklungsprojekten.
Aus der früheren Frage, ob Detroit überhaupt ein Urlaubsziel sein könne, ist damit für die Autorin eine praktische Frage geworden: In welchem Hotel sollten Besucher übernachten?
Restaurierte Gebäude prägen das neue Hotelerlebnis
Besonders anschaulich schildert sie den Wandel vom ehemaligen Wurlitzer-Gebäude aus. Dort befindet sich heute The Siren Hotel; dessen Gästen steht eine verglaste Terrasse mit Blick auf die veränderte Skyline zur Verfügung. In anderen restaurierten Häusern seien nun wieder die Geräusche von Cocktailshakern und rollenden Koffern zu hören.
Die Auswahl von Condé Nast Traveler ist dabei nicht als bloße Aufzählung von Unterkünften angelegt. Nach Angaben des Magazins wurden die Häuser unabhängig von der Redaktion ausgewählt und von einer Journalistin besucht, die das Reiseziel kennt. Berücksichtigt würden unterschiedliche Preisklassen sowie Kriterien wie Gestaltung, Lage, Service und Nachhaltigkeit.
Das ist für die Einordnung wichtig: Die Empfehlungen bilden redaktionelle Erfahrungen ab, nicht eine allgemeingültige Rangliste. Für Reisende bedeutet das, dass persönliche Prioritäten – etwa Aussicht, kurze Wege oder die Mitnahme eines Hundes – stärker ins Gewicht fallen können als eine pauschale Bewertung.
Downtown bietet kurze Wege, andere Viertel erfordern Mobilität
Detroit trägt den Beinamen „Motor City“, und das Auto bleibt nach Einschätzung der Autorin für viele Wege relevant. Wer nicht für jede Unternehmung in einen Wagen steigen möchte, sollte deshalb eine Unterkunft in der gut begehbaren Innenstadt wählen. Midtown, Mexicantown und Corktown mit ihren unabhängigen Restaurants, ihrem Nachtleben und ihren Kulturangeboten seien von dort per Fahrrad oder Fahrdienst erreichbar.
Für Besucher aus Deutschland heißt das: Eine zentrale Hotellage kann die Orientierung in der weitläufigen Stadt erleichtern, ersetzt für Ziele außerhalb von Downtown aber nicht die Planung der jeweiligen Wege.
Wer Wert auf Aussicht legt, sollte im Element, David Whitney, Roost oder Siren nach einem Zimmer in einem höheren Stockwerk fragen. Im Shinola bieten niedrigere Etagen dagegen einen direkten Blick auf die belebte Woodward Avenue. Vom Foundation aus ist Kanada aus vielen Zimmern zu sehen.
Auch Reisende mit Hund finden mehrere Optionen
Alle vorgestellten Hotels akzeptieren nach Angaben der Autorin Hunde, wobei veröffentlichte Gewichtsbeschränkungen unterschiedlich gehandhabt werden könnten. Im Shinola würden Vierbeiner mit einem Tennisball und einem Hundebett begrüßt. Im Siren habe ein Mitarbeiter ihrem großen Mischlingshund mehrfach kleine Hundekekse gebracht.
Die Entwicklung der Hotels erzählt damit mehr als eine Geschichte über Übernachtungsmöglichkeiten. Sie zeigt, wie die neue Nutzung alter Gebäude das Reiseerlebnis in Downtown prägen kann – und warum die Wahl des Hauses zugleich eine Entscheidung über Lage, Mobilität und Perspektive auf Detroit ist.
Würde Sie der Wandel der Innenstadt zu einer Detroit-Reise bewegen – und was wäre Ihnen bei der Hotelwahl am wichtigsten?




























