Für deutschsprachige Modefans liefert Vogue einen ungewöhnlichen Blick auf die Inszenierung von Hundemode: In einem Condé-Nast-Studio standen sechs Hunde für eine Sonderproduktion vor der Kamera. Emmy, Lázaro, Petunia, Josie, Bean und Cleo präsentierten Artikel aus Kooperationen der „Dogue“-Reihe sowie Accessoires und Hundezubehör von Marken wie J.Crew, Alex Mill, Hermès und Zara. Statt professioneller menschlicher Models bestimmten dabei Leckerlis, Tragetaschen, Hundebetten und gelegentliches Bellen den Ablauf am Set. Das Ergebnis verbindet die Bildsprache eines klassischen Modeshootings mit einer bewusst verspielten Haustier-Perspektive.
- Sechs Hunde wurden für die Vogue-Produktion mit Mode und Accessoires fotografiert.
- Zum Einsatz kamen „Dogue“-Artikel sowie Produkte unter anderem von J.Crew, Alex Mill, Hermès und Zara.
- Die elfjährige Mischlingshündin Emmy eröffnete das Shooting.
Emmy eröffnet das Shooting mit 15 Minuten Verspätung
Als erstes Model war Emmy eingeplant. Die elfjährige gerettete Mischlingshündin erschien 15 Minuten nach ihrem angesetzten Termin und trug anschließend einen gestreiften Pullover von Dogue und J.Crew. Fotografiert wurde sie auf einem Hundebett von Raja Doggo.
Für die Motivation am Set sorgte aufgeschnittener Truthahn von Wegmans. Bis zum Ende ihres Einsatzes fraß Emmy laut Vogue fast ein Pfund davon, also ungefähr 450 Gramm. Die zusätzliche Energie zeigte sich anschließend beim Erklimmen eines Stapels Hundebetten.
Das Shooting übertrug die vertrauten Regeln einer Modeproduktion auf Hunde – einschließlich Garderobe, Verpflegung und individuell abgestimmter Accessoires.
Tragetasche, Baseballkappen und Hermès-Halsband
Lázaro, genannt Lachu, trat in einer Hundevariante des Vogue-Formats „In the Bag“ auf. Der fünfjährige Apple-Head-Chihuahua, der viereinhalb Pfund und damit rund zwei Kilogramm wiegt, saß dafür selbst in einer Tragetasche von Dogue und Alex Mill. Als Snack bekam er eine Schale Beeren.
Petunia, eine dreijährige Mini Australian Shepherd-Hündin, präsentierte grüne und blaue Dogue-Baseballkappen sowie einen rot-weißen Pullover aus der Zusammenarbeit mit J.Crew. Kya George, Digital Visuals Editor bei Vogue, fasste die Atmosphäre am Set mit den Worten zusammen: „Heute werden die Hunde verwöhnt.“
Josie, eine gerettete Hündin aus New Orleans, trug ein Halsband von Hermès und fraß aus einem Napf von Dogue und Henry Holland. Bean, ein vierjähriger Cavapoo, posierte ebenfalls in Hermès und reagierte besonders stark auf Leckerlis. Nachdem ein Geschirr nicht passte, wurde die Ausstattung gewechselt.
Cleo beendet den Tag auf einem Zara-Hundebett
Den Abschluss bildete die Malteserhündin Cleo, die auch Mandu genannt wird. Sie kam in einer Tragetasche ins Studio und machte es sich später auf einem karierten Hundebett von Zara bequem. Trotz bellender, heulender und zeitweise davonlaufender Models gab es nach Angaben von Vogue keine Missgeschicke auf dem Studioboden.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet diese Inszenierung vor allem, dass Modeästhetik nicht mehr beim Outfit des Menschen endet, sondern auch auf Zubehör und Kleidung für Haustiere angewandt wird.
Gerade für ein deutsches Publikum ist weniger ein einzelnes Produkt entscheidend als die Vermischung zweier Konsumbereiche: Markenmode wird hier nicht bloß funktional auf Hundegrößen angepasst, sondern mit denselben redaktionellen Formaten, Kulissen und Prestige-Signalen präsentiert wie menschliche Kleidung.
Ist solche Hundemode für Sie kreative Spielerei oder unnötige Vermenschlichung von Haustieren?




























