Die Nachricht kam von seiner Familie: Der Emmy-prämierte Produzent und Produktionsmanager Richard L. O’Connor ist am 22. Juli im Alter von 96 Jahren in Palm Desert gestorben. Eine Todesursache wurde nicht genannt. O’Connor arbeitete über Jahrzehnte hinweg an Film- und Fernsehproduktionen, darunter „The Muppet Movie“, „On Golden Pond“, „Across 110th Street“ und „Raise the Titanic“. Für den NBC-Fernsehfilm „A Mother’s Courage: The Mary Thomas Story“ mit Alfre Woodard erhielt er 1990 einen Emmy in der Kategorie herausragendes Kinderprogramm.
- Richard L. O’Connor starb am 22. Juli im Alter von 96 Jahren in Palm Desert.
- Seine Familie bestätigte den Tod; eine Ursache wurde nicht bekannt gegeben.
- 1990 gewann er einen Emmy für „A Mother’s Courage: The Mary Thomas Story“.
- Sein letzter angeführter Produktionscredit war 2001 „Face Value“.
Seine Familie bestätigt den Tod des Produzenten
O’Connor hinterlässt seine Ehefrau Brona sowie die Töchter Kathleen, Triglia und Karen. Zu seiner Familie gehören außerdem die Stiefkinder Kate, Marc und Matt, vier Enkelkinder, zwei Urenkel und eine Ururenkelin.
Eine Trauermesse soll am 8. August um 13 Uhr in der St. Anthony’s Catholic Church in Mendocino stattfinden. Nach Angaben der Familie können Spenden zu seinem Gedenken an den Motion Picture & Television Fund oder die Marine Corps League Foundation gerichtet werden.
O’Connors Name stand selten im Mittelpunkt der Werbung, doch seine Arbeit verband organisatorische Verantwortung mit der praktischen Umsetzung zahlreicher Film- und Fernsehprojekte.
Der Emmy würdigte einen Film über Mary Thomas
Den wichtigsten Branchenpreis seiner Laufbahn erhielt O’Connor für den 1989 ausgestrahlten NBC-Fernsehfilm „A Mother’s Courage: The Mary Thomas Story“. Die Auszeichnung folgte 1990. Weitere Emmy-Nominierungen bekam er für „The Final Days“, eine Darstellung der letzten Monate Richard Nixons im Weißen Haus, sowie für die Miniserie „Fatal Vision“.
Bei vielen Kinofilmen wurde O’Connor nicht als klassischer Produzent, sondern als verantwortlicher Produktionsmanager geführt. Eine solche Funktion betrifft die geschäftliche und organisatorische Seite einer Produktion. Dazu gehört grundsätzlich, kreative Vorhaben mit den Abläufen hinter den Kulissen zu verbinden. Für die Einordnung seiner Karriere bedeutet das: Sein Einfluss lässt sich nicht allein an den Projekten messen, bei denen er ausdrücklich als Produzent genannt wurde.
Zu seinen weiteren Arbeiten in dieser Position gehörten „Hickey & Boggs“, Stanley Donens „Movie, Movie“, „Borderline“, „Hard Country“ und „Barbarosa“. Im Fernsehen war er unter anderem an „Friendly Fire“, „Sanctuary of Fear“ und einer Adaption von „All Quiet on the Western Front“ beteiligt.
Vom CBS-Postraum führte sein Weg in die Produktion
Richard Lynn O’Connor wurde am 7. Januar 1930 in San Francisco geboren. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Don diente er von 1950 bis 1951 im US Marine Corps während des Koreakriegs. Seine Laufbahn in Hollywood begann anschließend im Postraum von CBS Television City in Los Angeles.
Ab den frühen 1970er-Jahren übernahm er Verantwortung für die geschäftliche Logistik von Film- und Fernsehproduktionen. Als Produzent arbeitete er unter anderem an „Distant Thunder“, „Amerika“, „A Death in California“, „Tom Clancy’s OP Center“ und „Wild Texas Wind“ mit Dolly Parton und Willie Nelson. Hinzu kamen Arbeiten an Formaten wie „Dr. Quinn, Medicine Woman“, „Children of the Dark“ und „Voices from the Grave“.
Seine Credits reichen damit von Kinofilmen der 1970er- und 1980er-Jahre bis zu Fernsehproduktionen und Miniserien, bevor er bei „Face Value“ 2001 als Co-Executive Producer geführt wurde.
Nach dem Ende seiner Karriere lebte O’Connor mehr als 20 Jahre in Caspar an der kalifornischen Mendocino-Küste. Seine Laufbahn steht exemplarisch für jene Arbeit hinter der Kamera, ohne die große Besetzungen und bekannte Stoffe nicht in eine fertige Produktion überführt werden könnten.




























