Premieren bestimmten den ersten Tag beim Judo Grand Prix in Lima: Assunta Scutto, Michel Augusto und Rafaela Rodrigues feierten jeweils ihr erstes Gold bei einem Grand Prix. Dazu triumphierten Radu Izvoreanu und Pihla Salonen. Besonders deutlich fiel die Entscheidung im moldauischen Finale der Klasse bis 66 Kilogramm aus, in dem Izvoreanu seinen Teamkollegen Denis Vieru mit Ippon bezwang. Insgesamt wurden zum Auftakt fünf Gewichtsklassen entschieden. Das Turnier markiert zugleich den Beginn des neuen Qualifikationszyklus für die Olympischen Spiele und gibt den frühen Erfolgen damit eine Bedeutung über Lima hinaus.
- Assunta Scutto gewann als amtierende Weltmeisterin erstmals Gold bei einem Grand Prix.
- Auch Michel Augusto und Rafaela Rodrigues holten ihre ersten Grand-Prix-Titel.
- Radu Izvoreanu besiegte im Finale bis 66 Kilogramm seinen moldauischen Teamkollegen Denis Vieru.
- Pihla Salonen entschied das Finale bis 57 Kilogramm mit Ippon für sich.
Drei erste Grand-Prix-Titel stehen im Mittelpunkt
In der Klasse bis 48 Kilogramm traf Scutto auf Maria Celia Laborde. Die amtierende Weltmeisterin brachte ihre Gegnerin nach einer Wendeaktion in einen Festhaltegriff und sicherte sich dadurch den Sieg. Die Medaillen überreichte IOC-Mitglied Paula Pareto.
Für Scutto war es trotz ihres Weltmeistertitels die erste Goldmedaille bei einem Grand Prix.
Eine weitere Premiere folgte in der Männerklasse bis 60 Kilogramm. Michel Augusto ging gegen Jonathan Yang durch eine Beintechnik mit Yuko in Führung. Diesen Vorsprung verteidigte er bis zum Ende und gewann ebenfalls erstmals ein Grand-Prix-Finale. Mohammed Meridja, Direktor für Ausbildung und Coaching beim Internationalen Judo-Verband, nahm die Siegerehrung vor.
Rafaela Rodrigues komplettierte die Serie der Debütsiege. Die Brasilianerin lag im Finale bis 52 Kilogramm gegen Francine Echevarria zunächst mit Yuko zurück, drehte den Kampf jedoch mit einem Festhaltegriff. Maria Martinez Murciego, Präsidentin des peruanischen Judo-Verbandes, übergab die Medaillen.
Izvoreanu entscheidet das moldauische Finale klar
In der Klasse bis 66 Kilogramm standen sich mit Radu Izvoreanu und Denis Vieru zwei moldauische Judoka gegenüber. Izvoreanu beendete das Duell mit einem Ippon und holte Gold, Vieru blieb Silber. Die Ehrung übernahm Renzo Manyari, Präsident des peruanischen Olympischen Komitees.
Gold und Silber gingen damit in dieser Gewichtsklasse an Moldau.
Zum Verständnis der Entscheidungen: Ein Ippon beendet einen Judokampf unmittelbar. Ein Yuko verschafft dagegen einen Wertungsvorsprung, der bis zum Kampfende bestehen bleiben oder durch eine spätere Aktion übertroffen werden kann. Genau diese unterschiedlichen Verläufe prägten die Finalkämpfe in Lima.
Salonen setzt mit Ippon den Schlusspunkt
Die fünfte Goldmedaille des Tages gewann Pihla Salonen in der Klasse bis 57 Kilogramm. Im Finale gegen Adriana Rodriguez Salvador erzielte sie den entscheidenden Ippon und schloss damit einen erfolgreichen Turniertag ab. Raul Camacho Perez, Kampfrichterdirektor des Internationalen Judo-Verbandes, zeichnete die Medaillengewinnerinnen aus.
Da in Lima der neue Olympia-Qualifikationszyklus begonnen hat, sind die Resultate mehr als isolierte Turniererfolge. Sie bedeuten zwar noch keine Olympiateilnahme, markieren für die fünf Siegerinnen und Sieger aber einen erfolgreichen Einstieg in die neue Phase.
Welche Leistung des Auftakttages in Lima hat Sie am meisten überzeugt: eine der drei Premieren oder Izvoreanus und Salonens Ippon-Siege?




























