Die US-Schauspielerin Hayden Panettiere ist am Sonntag im Alter von 36 Jahren in Greenville im Bundesstaat South Carolina gestorben. Ihr Vater Skip Panettiere bestätigte den Tod seiner Tochter in einer Mitteilung. Eine offizielle Todesursache liegt bislang nicht vor; die Ermittlungen dauern an. Nach Angaben der Polizei gab es zunächst keine Hinweise auf Fremdverschulden oder verdächtige Umstände. Panettiere war bereits als Kind vor der Kamera zu sehen und wurde später durch die Serien „Heroes“ und „Nashville“ sowie ihre Rolle als Kirby Reed in zwei Filmen der „Scream“-Reihe bekannt.
- Hayden Panettiere starb am Sonntag im Alter von 36 Jahren in Greenville, South Carolina.
- Die Polizei fand nach ersten Ermittlungen keine Hinweise auf Fremdverschulden oder verdächtige Umstände.
- Eine offizielle Todesursache soll nach einer Autopsie festgestellt werden.
Panettiere stand schon als Kind vor der Kamera
Panettieres Karriere begann früh: Sie trat in Werbespots und Seifenopern auf und gab im Alter von neun Jahren mit „Das große Krabbeln“ ihr Kinodebüt. Im Jahr 2000 spielte sie in „Gegen jede Regel“ an der Seite von Denzel Washington, später folgten weitere Film- und Fernsehrollen.
Den Durchbruch brachte ihr 2006 die NBC-Serie „Heroes“. Darin verkörperte sie vier Staffeln lang die Schülerin Claire Bennet, die über außergewöhnliche Selbstheilungskräfte verfügt. Die Rolle machte Panettiere international bekannt.
Eine weitere prägende Station war das Countrymusik-Drama „Nashville“. Von 2012 bis 2016 spielte sie gemeinsam mit Connie Britton in fünf Staffeln; in der sechsten und letzten Staffel von 2018 führte Panettiere die Serie ohne ihre bisherige Co-Hauptdarstellerin fort. Als aufstrebender Country-Star Juliette Barnes trat ihre Figur zunächst in Konkurrenz zu Brittons etablierter Sängerin Rayna Jaymes.
Für ihre Darstellung erhielt Panettiere eine Golden-Globe-Nominierung als Nebendarstellerin sowie eine Nominierung für einen Critics’ Choice TV Award. Später kehrte sie als Kirby Reed für „Scream VI“ zu einer Rolle zurück, die sie bereits in „Scream 4“ gespielt hatte.
Am Sonntag wurde ihr Tod in South Carolina bestätigt
Nach dem Tod der Schauspielerin nahm die Polizei Ermittlungen auf. Zwar fanden die Beamten nach eigenen Angaben keine Anzeichen für Fremdverschulden oder verdächtige Begleitumstände, die medizinische Ursache ist damit jedoch nicht geklärt. Eine solche erste Einschätzung der Polizei beantwortet vor allem die Frage, ob Hinweise auf eine Straftat vorliegen; sie ersetzt keine offizielle Feststellung der Todesursache.
Das Magazin „People“ berichtete über einen ihm vorliegenden Einsatzmitschnitt, in dem die Begriffe „Überdosis“ und „Herzstillstand“ zu hören gewesen seien. Diese Angaben stammen nicht aus einem abschließenden medizinischen Befund und belegen daher keine Todesursache.
Bis zum Abschluss der vorgesehenen Untersuchung bleibt offen, woran Hayden Panettiere gestorben ist.
Kolleginnen und Kollegen nehmen öffentlich Abschied
Nach Bekanntwerden des Todes meldeten sich Weggefährten aus verschiedenen Phasen ihrer Karriere. Selma Blair hinterließ mehrere emotionale Kommentare unter Panettieres letztem Instagram-Beitrag. „Ich liebe dich. Sei nicht weg. Bitte“, schrieb die Schauspielerin.
Auch frühere „Scream“-Kollegen reagierten. David Arquette schrieb: „Ich liebe dich, Hayden“, Melissa Barrera verabschiedete sich mit den Worten: „Ruhe in Frieden, süße Hayden.“ Rosie O’Donnell erklärte, ihr Herz sei gebrochen.
Bethany Joy Lenz erinnerte sich an Panettiere als Kind am Set. Schon damals habe sie nicht nur den eigenen Text, sondern auch den der anderen gekannt. Viola Davis, die mit Panettiere an „The Architect“ und „Custody“ gearbeitet hatte, würdigte sie als außergewöhnlich begabte Schauspielerin und als „alte, weise Seele“.
Die Reaktionen aus Kinderstar-Zeiten, Fernsehserien und der „Scream“-Reihe zeigen, wie viele Abschnitte von Panettieres nahezu lebenslanger Arbeit vor der Kamera sie geprägt hat.
Besonders persönlich fiel der Abschied von „Nashville“-Kollegin Connie Britton aus. Panettiere habe vor Brillanz gestrahlt, schrieb sie zu gemeinsamen Fotos. „Ich liebe dich, Mädchen. Schlaf jetzt ruhig.“ Podcaster Jay Shetty erklärte, ihre Freundschaft habe gerade erst begonnen; er hatte Panettiere wenige Monate zuvor zu einem Gespräch empfangen.
Eine Autopsie soll die Todesursache klären
Als Nächstes soll eine Autopsie die Grundlage für die offizielle Bestimmung der Todesursache liefern. Bis deren Ergebnis vorliegt, bleiben Angaben aus dem Einsatzmitschnitt vorläufig. Für Familie, Fans und frühere Kollegen bedeutet das, dass die zentrale medizinische Frage trotz der polizeilichen Einschätzung zunächst unbeantwortet bleibt.




























