Honda prüft offenbar einen neuen Accord-Ableger, der die Eigenschaften einer Limousine mit höherer Sitzposition und größerem Laderaum verbinden soll. Das intern als „Accord SUV“ bezeichnete Fahrzeug könnte laut Automotive News Mitte 2029 im Honda-Werk in Marysville im US-Bundesstaat Ohio in Produktion gehen. Vorgesehen ist demnach ein höhergelegtes Schrägheck auf der Plattform des Accord, nicht ein weiterer klassischer Geländewagen. Das Modell soll gemeinsam mit einer neu entwickelten Accord-Limousine erscheinen; beide Varianten würden den Hybridantrieb der nächsten Generation von Honda erhalten.
- Honda erwägt einen höhergelegten Accord mit großer Heckklappe und mehr Bodenfreiheit.
- Die Produktion könnte Mitte 2029 in Marysville im US-Bundesstaat Ohio beginnen.
- Der Accord SUV und die nächste Accord-Limousine sollen einen neuen Hybridantrieb nutzen.
- Als wichtiger Konkurrent gilt der Subaru Outback.
Der Accord SUV soll die Lücke zum klassischen Geländewagen schließen
Nach den bisher bekannten Überlegungen soll der Accord SUV auf der lang gestreckten Plattform der Limousine basieren. Größere Räder und Reifen, zusätzliche Bodenfreiheit sowie ein variabler nutzbarer Gepäckraum würden ihn vom regulären Accord absetzen. Zugleich soll der Preis näher an einer Limousine als an einem herkömmlichen SUV liegen.
Damit würde Honda kein weiteres konventionelles SUV zwischen seine bestehenden Baureihen stellen, sondern eine Mischform aus Kombi, Schrägheck und Crossover schaffen.
Für Honda könnte dieser Ansatz bedeuten, vorhandene Accord-Technik für eine zusätzliche Karosserievariante zu verwenden. Das kann die Entwicklungskosten begrenzen und zugleich Käufer ansprechen, die höher sitzen und mehr transportieren möchten, ohne vollständig zu einem klassischen SUV zu wechseln. Ob sich dieser mögliche Kostenvorteil später im Verkaufspreis niederschlagen würde, geht aus den Berichten allerdings nicht hervor.
Der Subaru Outback gilt als Vorbild und Wettbewerber
Honda-Händler sehen dem Bericht zufolge vor allem den Subaru Outback als Zielmodell. Der Edmunds-Analyst Ivan Drury erklärte, der Outback habe zwischen 2020 und 2025 regelmäßig zu den zehn meistgekauften Fahrzeugen jener Kunden gehört, die zuvor Honda gefahren seien. Ein direkt vergleichbares Modell bietet Honda derzeit nicht an.
Das erklärt die ungewöhnliche Positionierung: Der Accord SUV soll offenbar Kunden halten, denen eine Limousine nicht mehr praktisch genug ist, die aber kein konventionelles SUV wünschen. Für Honda würde das bedeuten, mit einer zusätzlichen Accord-Version eine bislang unbesetzte Stelle im eigenen Angebot anzusprechen.
Der erste Crosstour verschwand nach sechs Jahren
Neu ist die Idee für Honda nicht. Der Accord Crosstour kam 2010 in den USA auf den Markt und verband bereits damals eine erhöhte Sitzposition mit einer großen Heckklappe. Später wurde das Fahrzeug nur noch als Crosstour angeboten. Im ersten Verkaufsjahr wurden in den USA 28.851 Exemplare abgesetzt; Ende 2015 stellte Honda das Modell ein.
Elf Jahre nach dem Aus des Crosstour könnte Honda dessen Grundidee somit zurückbringen, ohne dass bislang eine Rückkehr des alten Modellnamens bestätigt ist.
Der mögliche Produktionsstart passt außerdem zu Hondas angekündigter Hybridstrategie. Das Unternehmen plant bis 2030 weltweit 15 Hybridmodelle. Für den Accord wird erwartet, dass er bis 2031 ausschließlich als Hybrid angeboten wird.
Ein Marktstart in Europa ist bislang nicht genannt
Die bisherigen Angaben beziehen sich auf eine mögliche Fertigung in Ohio und auf den Wettbewerb im US-Markt. Eine Einführung in Deutschland oder anderen europäischen Ländern wird in den Berichten nicht erwähnt. Für Interessenten hierzulande bedeutet das: Selbst wenn Honda das Accord SUV tatsächlich produziert, lässt sich daraus noch keine Verfügbarkeit in Europa ableiten.
Wäre ein höhergelegter Accord für Sie eine interessante Alternative zu Kombi und SUV – oder sollte Honda lieber ein klassisches Modell anbieten?

























